ArcGIS Pro

​​ArcGIS Pro 3.4: Neuerungen im Image Analyst (November 2024)​ 

​​Weihnachtsstimmung im November? Imagery Enthusiasten konnten sich im November bereits über ein paar Geschenke freuen. Das neue Release von ArcGIS Pro 3.4 bringt einige Neuerungen im ArcGIS Image Analyst mit sich, von denen wir Ihnen in diesem Beitrag eine Auswahl vorstellen möchten.

​Erweiterte Funktionalitäten beim Arbeiten mit Rasterdaten 

​Histogramme sind eine großartige Möglichkeit statistische Verteilungen von Daten zu visualisieren. Auch spektrale Eigenschaften lassen sich mit Histogrammen darstellen. In ArcGIS Pro 3.4 hat man nun die Möglichkeit über den Band Selector, RGB-Bänder als Histogramme zu visualisieren.  


Histogramm-Darstellung mit dem Band Selector in ArcGIS Pro 3.4 

​Bei der Raster-Symbolisierung werden außerdem zwei neue lineare Streckungstypen unterstützt: 

  • ​Square Root und 
  • ​Logarithm. 

​Unterstützung von Hyperspektraldaten  

​ArcGIS Pro 3.4 (im Store erhältlich) unterstützt nun auch Hyperspektraldaten, welche in den Standardrasterformaten TIFF, ENVI sowie NetCDF-Format vorliegen. Dabei wird der Satellitensensor EMIT (Earth Surface Mineral Dust Source Investigation) und der Luftbildsensor AVIRIS unterstützt. EMIT-Bilddaten werden im NetCDF-Format und AVIRIS im ENVI-Format gespeichert. 

​Eine Liste aller unterstützter Sensoren, welche Raster- und Bilddaten aufnehmen, in ArcGIS Pro finden Sie hier.
Welche Rasterdatenformate in ArcGIS Pro unterstützt werden, ist hier zu finden.  


Hinzufügen von Hyperspektraldaten in mein ArcGIS Pro Projekt

​Um hyperspektrale Daten dann detailliert zu ergründen, können nun auch Spectral Profile Charts erstellt werden.  

​Erweiterte Funktionalitäten für Synthetic Aperature Radar 

​Nicht nur neue Funktionen sind in der Synthetic Aperature Radar-Toolbox hinzugekommen, mit ArcGIS Pro 3.4 wird nun auch der RADARSAT Constellation Mission (RCM) SLC Rastertyp unterstützt. RCM ermöglich dual-, quad- und compact-Polarisierung und bietet insgesamt 12 Modi.  

​Alle unterstützten Rastertypen für Synthetic Aperatur Radar Workflows sind hier zu finden.  


Radardaten in ArcGIS Pro 3.4

​Mit der Funktion Apply Coregistration können Sentinel-1 SLC-Daten im Anschluss einer Orbitkorrektur an das SLC-Referenzgitter angepasst werden. Hierfür werden ein Höhenmodell (DEM) und Metadaten des Orbit-Statusvektors benötigt. 

​Außerdem können mit der neuen Funktion Compute Coherence Zusammenhänge zwischen einem Referenz- und einem zweiten Complex Radar Eingangsdatensatz untersucht werden. 

​Verbesserungen beim Arbeiten mit Videodaten 


Videodaten sichten und mit räumlichen Informationen verbinden.

​Der Video Multiplexer erstellt einen Full-Motion-Video (FMV) konformen Videodatensatz, welcher eine archivierte Videostream-Datei sowie eine Metadaten-Datei in einem Datensatz kombiniert. Der Funktion wurde nun der Input Coordinate System Parameter hinzugefügt. Außerdem werden nun auch .gpx sowie .json-Dateien als Eingangsvideodaten unterstützt.  

​Mit dem Tool Video Metadata To Feature Class können nun auch Metadaten-Dateien im JSON-Format ausgegeben werden.  

​Das Video Search Tool unterstützt nun auch Punkt-Feature-Classes bei der Suche.  


Feature-Classes als Eingangsdaten für das Video Search Tool. 

​Weitere Verbesserungen:  

  • ​Videos können während der Wiedergabe mit  Dynamic Range Adjustment (DRA) verbessert werden. 
  • ​GoPro GPS Metadaten Streams, einschließlich GMF und MET werden nun unterstützt. 
  • ​Drei neue Befehle wurden der Tracked Objects Gruppe hinzugefügt: Move Object, Remove Objects, and Delete Objects. 
  • ​Videos können mit den Spatial Reference Metadaten, welche im Video eingebettet sind, nun georefenziert werden.  

​Mehr Möglichkeiten mit Deep Learning 

​Alle Neuerungen im Bereich GeoAI sind unter What´s new for GeoAI in the Image Analyst extension of ArcGIS Pro 3.4 nachzulesen.  

​Das Labeln und die Evaluation von Trainingsdaten können mühsam sein. Das AI-assisted labling Tool soll dabei helfen. Es ermöglicht Anomalien, d.h. die meisten falsch-positive Detektionen, automatisch zu entfernen sowie automatisiertes Labeln von Bilddatensammlungen.  


KI-unterstütztes Labeln von Trainingsdaten für die Deep Learning Analyse

​Das Feature extraction Tool ist nun nicht mehr nur über die Geoprocessing Toolboxes erreichbar. Es wurde außerdem im Menü unter „Bilddaten“ in der Deep Learning Tool Dropdown-Liste eingebunden. 


Feature Extraction Tool in der Deep Learning Tool Dropdown Liste. 

​Die Orthorektifizierung kann mit ArcGIS Pro 3.4 nun durch das neue Deep Learning-Tool Detect Control Points unterstützt werden. Hierdurch können Bodenkontrollpunkte durch Objekterkennung detektiert werden. Dies verhilft bei der Feinjustierung des orthorektifizierten Mosaik Datensatzes.  


Bodenkontrollpunkte mittels Deep Learning detektieren. 

​Weitere Verbessungen:  

​And last but not least - Stereo Mapping 

​Beim Arbeiten mit Stereokarten wurde die Performance beim Schwenken in der Karte verbessert.

 Eine Übersicht aller Neuerungen in ArcGIS Pro 3.4 finden Sie im Blog-Artikel What's new in ArcGIS Pro 3.4.