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Migration von ArcGIS Engine

ArcGIS Engine Era comes to an end

Wie schon seit längerem angekündigt nähert sich ArcGIS Engine dem Ende seines Lebenszyklus. Es sind noch immer viele darauf basierende Lösungen im Produktiveinsatz, die so langsam, aber sicher migriert werden sollten. Aber wie kann ArcGIS Engine migriert werden?

ArcGIS Engine wird zum 28. Februar 2026 offiziell aus der Wartung genommen, da ArcGIS Engine zum 01.03.2025 sein End-of-Lifecycle erreicht hat.

Wie kann ArcGIS Engine migriert werden?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da es schlichtweg kein ArcGIS Engine 2.0 gibt oder geben wird. Es gibt aber mehrere Optionen für eine Migration. Bevor wir näher darauf eingehen, hier erstmal die Fakten zum verbleibenden Lebenszyklus von ArcGIS Engine:

01.03.2024 01.03.2026
Entwicklung & Tests Nicht mehr in
ArcGIS Developer Bundle enthalten
Deployment Licenses Verkauf wird eingestellt Wartung wird eingestellt

Es bleibt also nicht mehr allzu viel Zeit! Hinzu kommt, dass bestehender Sourcecode oder Komponenten aus ArcGIS Engine nicht wiederverwendet werden können und das gewohnte Paradigmen, Funktionen und Zugriffe in anderen Technologien anders implementiert werden müssen. Es läuft also im Grunde auf eine Neuentwicklung hinaus.

Daraus ergibt sich automatisch die Chance auf eine Überführung der „alten“ Lösung in eine moderne Infrastruktur. Muss es wieder eine schwergewichtige Desktop-Anwendung für Windows werden? Gibt es ready-to-use Apps, die eine Neuentwicklung obsolet machen könnten? Ist vielleicht eine Dienste-basierte Lösung mit mehreren fokussierten Anwendungen der bessere Ansatz?

Wie Sie sicher schon erahnen, gibt es nicht den einen empfohlenen Weg. Die Migration von ArcGIS Engine ist gleichzeitig auch immer eine strategische Neuausrichtung, die wohlüberlegt sein sollte. Im Folgenden werden Optionen aufgelistet, die auch kombiniert werden können:

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Optionen zur Migration zu ready-to-use ArcGIS Apps

Zuerst empfiehlt es sich zu prüfen, ob die ArcGIS Engine Lösung mit bestehenden, konfigurierbaren ArcGIS Apps abgelöst werden kann. Der Vorteil liegt auf der Hand, dies würde den kompletten Entwicklungsaufwand und die anschließende Wartung und sowie den Support ersparen:

Optionen zur Migration zu nativen Anwendungen

Für die Migration zu einer nativen Desktop- oder mobilen- Anwendung bietet Esri folgende Optionen:

ArcGIS Pro SDK for .NET

Mit diesem SDK kann ArcGIS Pro mit eigener Funktionalität und Design erweitert werden. Im Gegensatz zu ArcGIS Engine können damit keine stand-alone Anwendungen mit eigener UI entwickelt werden. Es ist immer eine ArcGIS Pro Installation erforderlich.

ArcGIS Maps SDKs for Native Apps

Dies ist eine Familie aus mehreren SDKs zum Entwickeln von Desktop- und mobilen Apps.

  • Die ArcGIS Maps SDKs for .NET und Qt sind hier die Optionen zum Entwickeln von Desktop-Apps vergleichbar mit ArcGIS Engine. Beispielsweise sind hiermit offline Datenerfassung, Datenanalysen und Zugriff auf Geodatenbanken möglich.
  • Zum Entwickeln nativer Apps für mobile Plattformen bietet Esri neben der cross-platform Fähigkeit der Desktop-SDKs die ArcGIS Maps SDKs for Kotlin, Swift und Flutter,, die Apps für Geräte mit Android oder iOS adressieren.

ArcGIS Maps SDK for Game Engines

Der Vollständigkeit halber sollten für Desktop-Apps noch die beiden SDKs für die Game Engines Unreal und Unity erwähnt werden. Diese Technologie ist prädestiniert für Apps zur Modellierung, Simulationen und AR/VR Funktionalität mit Echtweltdaten.

Optionen zur Migration zu Dienste-basierten Lösungen

Diese Optionen bedeuten eine grundsätzlich strategischen Neuausrichtung. Es ist die Überführung einer reinen Desktop-Lösung hin zu einer modernen Dienste-basierten Architektur:

  • ArcGIS Online: Software-as-a-Service (SaaS) Angebot mit zentraler Datenhaltung, Benutzer- und Gruppenkonzepten und fokussierten Anwendungen.
  • ArcGIS Enterprise: Enterprise-GIS in der eigenen Infrastruktur mit zentraler Datenhaltung, Benutzer- und Gruppenkonzepten und fokussierten Anwendungen. Das ArcGIS Developer Bundle bietet hierbei eine kostengünstige Möglichkeit für Entwicklungs- und Testzwecke.

Mit einer dienste-basierten Architektur kann die Funktionalität einer bestehenden ArcGIS Engine Lösung beliebig für unterschiedliche Zielgruppen aufgesplittet werden, z. B. eine Desktop-Anwendung für GIS-Expert:innen, eine Web- oder native App zur Datenerfassung für Außendienstmitarbeitende und ein Dashboard für Entscheider:innen. Und alles basierend auf ein und demselben zentralen Datensatz.

Die weiter oben erwähnten ArcGIS Apps und Maps SDKs (und noch viele weitere ArcGIS Werkzeuge) sind dafür konzipiert, auch in solchen Umgebungen eingebunden werden zu können. Dies garantiert Flexibilität, Erweiterbarkeit und damit Zukunftssicherheit.

Quicklinks

Fachliche Fragen zur ArcGIS Engine Migration können in unserer Developer Community im Bereich GeoDev Germany Questions - Esri Community diskutiert werden. Alternativ erreichen Sie uns per E-Mail unter sales@esri.de oder sales@esri.ch.